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  MÜHLDORF AM INN | | | KUNST UND LANDSCHAFT
  Egglkofen
 

Die nördlichste Gemeinde des Landkreises liegt bereits tief im tertiären Hügelland, zwischen weich dahinschwingenden Kuppen und Tälern, Landshut schon bis auf ca. 30 Kilometer nahe gerückt. Das kleine Gewässer des Tegernbaches fließt am historischen Ortskern vorüber, so bescheiden, dass man den Lauf leicht übersieht.
Die Vergangenheit hält Markantes bereit: zum einen  die durch den Ort geführte alte Hauptstraße von Salzburg nach Regensburg, auf welcher die Salztransporte aus den ergiebigen Salzburger und Reichenhaller Salinen in den Norden transportiert wurden; zum anderen das mittelalterliche Schloss, von einem Hügel den tiefer liegenden Ort "beherrschend". Das bis dato wenig bekannte Schloss wurde berühmt als es kein geringerer als Graf Montgelas als Alterssitz im frühen 19. Jahrhundert erwarb. 
Der heutige Ortsname Egglkofen wurde im Schmelztiegel der Jahrhunderte über die Stationen  "Elkhoffen" (ursprünglicher Name), "Eggenhofen" und "Egglhofen" geboren.
Die Abbildung oben zeigt die barocke Pfarrkirche im Ortskern und das alte Försterhaus, nach Schloss und Kirche schönstes Gebäude in Egglkofen, momentan jedoch in bemitleidenswert schlechtem Zustand. Verbunden durch die Anlage des Friedhofs ein sehr ansehnliches Ensemble.

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Links oben das nördlich über dem Ort stehende Schloss. Eine Parkanlage vermittelt zwischen Schloss und Ortsbebauung. Das Schloss wurde 1833 vom Staatsminister Maximilian Josef Graf von Montgelas erworben und anschließend in neugotischem Stil umgestaltet. Das ursprünglich spätmittelalterliche Schloss wurde im 30jährigen Krieg zerstört und ab 1648 wieder aufgebaut. Die neugotische Umgestaltung hat auch die Fassaden gründlich verändert, von der alten Außenansicht nichts erhalten - soweit dies aus dem Schlossgarten ersichtlich; dem noch heute in Privatbesitz befindlichem Schloss darf man sich nicht nähern. Das kompakte, blockhafte Auftreten des Bauwerks konnte durch die Fassadenumgestaltung natürlich nicht verändert werden. Die Parkanlage wurde nach 1833 auf Veranlassung des Grafen im Englischen Stil, will heißen im Sinne einer natürlich wirkenden Anlage gestaltet.
Links unten blickt man in den Ortskern, der eine Anzahl stattlicher Bauten des 19. Jahrhunderts zur Ansicht stellt.
Rechts die Vorderseite der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, mit dynamisch in die Höhe tretendem Kirchturm; der Turmkorpus quadratisch mit Schartenöffnungen, die Spitze oktogonal mit gestaffelter Zwiebelhaube. Der Turm steht mittig, symmetrisch an der Vorderseite der Saalkirche.

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Der Innenraum von Mariä Himmelfahrt ist wie das Äußere konsequent in barocker Formensprache gehalten. Links der wie die beiden Seitenaltäre und die Kanzel um 1690 entstandene Hochaltar. 
Rechts oben die Perspektive von der Orgelempore nach vorne in den Chor, alle Hauptausstattungsstücke in den Blick nehmend. Die Kanzel und die drei Altäre wurde in sehr ansehnlicher barocker Manier erschaffen.
Rechts die umgekehrte Blickrichtung, durch das einschiffige Langhaus auf die doppelstöckige Orgelempore.
Das Langhaus wird von einem Tonnengewölbe mit Stichkappen über den Rundbogenfenstern abgeschlossen. Die Saalkirche zeigt insgesamt einen schönen, moderat barocken Innenraum. Die Gliederungs- und Schmuckelemente an den Wänden, Decken und der Orgelempore halten sich zurück, worüber die reich gestalteten Altäre und die Kanzel umso mehr in den Blick geraten.  

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Die linke Abbildung zeigt die Rückseite von Mariä Himmelfahrt. Der polygonale Chor zeigt einen Drei-Achtel-Abschluss. Das Äußere der bis dato mittelalterlichen Gestalt wurde 1736 so gründlich barockisiert, dass der im 15. Jahrhundert entstandene Vorgängerbau kaum mehr zu ahnen ist. 
In der Mitte sieht man die Turmspitze der Pfarrkirche mit typisch barockem Zwiebeldach. Das Glockengeschoss ist von oktogonaler Grundfigur, dem quadratischen Turmkorpus, reizvoll verjüngend, aufgesetzt. Die acht Ecken werden von Lisenen betont, und die Schallöffnungen zeigen Rundbogen.
Rechts ein weiteres ansehnliches Bauwerk im Ortskern. Zwischen dem Tegernbach und der Pfarrkirche steht diese historische Kapelle mit säulenartigem Dachreiter, der wie eingesteckt erscheint. Im Inneren birgt sie eine Lourdes-Grotte.

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Quellen
1) die Bauwerke selbst - Stilmerkmale; Ort und Landschaft
2) Website www.egglkofen.de
3) Website www.tourismus-im-landkreis-muehldorf.de


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