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  MÜHLDORF AM INN | | | KUNST UND LANDSCHAFT
  Oberbergkirchen
 

Weit blickt das Wahrzeichen der Gemeinde, die beiden Turmzwiebeln von St. Bartholomäus (links) und Bruder Konrad ins Land. Oberbergkirchen liegt an einem der höchsten Punkte des oberbayrischen Landkreises Mühldorf am Inn, in dessen Norden im Tertiären Hügelland auf einem Höhenrücken, der stolze 492 Meter erreicht. Bei guten Sichtverhältnissen gewahrt man im Süden die Alpenketten in imposanter Länge. Die erstmalige Erwähnung des Ortes im Jahr 788 verleiht Oberbergkirchen auch altersmäßig einen Höhepunkt des Landkreises.


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St. Bartholomäus wurde als spätgischer Bau spätestens um das Jahr 1496 fertiggestellt. Der Turm auf der Westseite zeigt in seinem mittelalterlichen quadratischen Korpus beeindruckende sechs Stockwerke. Im 18.Jahrhundert fand auch hier eine durchgreifende Barockisierung statt, die sich nach außen vor allem durch die Turmspitze bemerkbar macht: spätestens 1770 wurde das detailreich gegliederte Oktogon mit seiner weithin sichtbaren Doppelzwiebel aufgesetzt. Die steilen Proportionen des gesamten Bauwerks weisen jedoch noch unvermindert auf die spätgotischen Entstehungszeit.

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Der Innenraumsteht vor allem unter dem Einfluss der sehr schönen barocken Einrichtung vor allem der drei Altär und der Kanzel. Der Hauptaltar im Chor und die beiden Seitenaltäre entstanden im Zeitraum 1670/90, die Rokoko-Kanzel rund 100 Jahre später, 1769. Obgleich über die Einrichtungsgegenstände der barocke EIndruck dominieren mag, so greift dennoch auch die Spätgotik ein, die noch an vielen Stellen den Spitzbogen eingibt, so auch für den Triumphbogen des Chores.
Eindeutig barock hingegen die Decke. Im 18 Jahrhundert wurde das gotische Rippennetz durch das Tonnengewölbe mit Stichkappen ersetzt. Barockisiert wurde auch der Chor mit seinem typisch gotischen 3/8-Schluss. Wie im Langhaus wurden hier auch die Fensterformate geändert.
Die Orgelempore gehört mit ihrem ersten Stockwerk, ruhend über Spitzbögen auf kraftvollen achtseitigen Pfeilen, noch zum spätgotischen Bau. Das obere Stockwerk wurde für die erste Kirchenorgel im Jahre 1759 aufgesetzt.

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Die Bruder Konrad Kirche, die spätgotische "Kleine Kirche", wurde 1518 geweiht. Das dreijochige Langhaus besitzt einen nicht eingezogenen Chor mit 3/8-Schluss. Auf der Westseit steigt der barocke quadratische Turm in die Höhe. Detailreich dessen Spitze aus Oktogon und doppelter Dachzwiebel. Der Turm ersetzte als Neubau des Jahres 1733 den mittelalterlichen Dachreiter. Nach einer Geringschätzung des Bauwerks im 19./20. Jahrhundert dient der kleine Bau erst seit 1936/38 wieder als Gotteshaus, wurde in diesem Zuge dem 1934 heiliggesprochenen Kapuzinerbruder Konrad von Parzam geweiht.

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